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Naturkosmetik Badeöl und Bademilch

Lange habe ich mich gegen Badeöle gewehrt (genauso wie gegen Körper- und Gesichtsöle), weil ich immer dachte, dass sie sehr schmierig sind, nicht in die Haut einziehen und im Bad sowieso langweilig sind (weil kein Schaum). Aber seit kurzem wächst mein Herz für Kosmetiköle – sie entsprechen oft so gar nicht meinen Vorurteilen. Für das Gesicht benutze ich gelegentlich Öle als Nachtpflege, und auch für die Badewanne habe ich ein paar Badeöle und Bademilch im Naturkosmetikbereich ausprobiert.

Alverde Haut- und Badeöl Vanille Chai

Alverde Chai Vanille Badeöl:

Das erste Badeöl, das ich mir spontan zulegen musste, weil Vanille Chai so himmlisch leckere Assoziationen weckt! Leider handelte es sich wieder einmal um eine limitierte Edition von Alverde. Es ist ein Haut- und Badeöl, weshalb es auch einfach nach der Dusche als Pflege in die feuchte Haut einmassiert werden kann. Ich wollte es aber natürlich als Badeöl verwenden und hielt mich an den Anwendungshinweis, etwa ein Viertel bis ein Drittel des 100 ml Inhalts in das Badewasser zu geben.

Gerade nach meiner Erfahrung mit den Alverde Schaumbädern hatte ich einen sehr intensiven, betörenden Duft erwartet. In dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht. Nichtsdestotrotz duftet das Öl angenehm wärmend, nur eben sehr dezent und leider nicht besonders an Vanille Chai erinnernd. Wie erwartet schäumt es nicht. Statt dessen bildeten sich deutlich sichtbare Fett-Tropfen auf der Wasseroberfläche, die sich leider auch an der Wanne ablagern – Achtung: Rutschgefahr!

Alverde Haut- und Badeöl Vanille Chai / INCIDie Haut fühlt sich allerdings während und auch nach dem Bad sehr weich und gepflegt an. Ein weiteres Eincremen ist nicht nötig. Dafür sorgen jede Menge Öle wie Soja- und Rizinusöl, Sonnenblumen-, Oliven-, Sesam- und Avocadoöl. Das Badeöl kommt übrigens ohne Alkohol aus. Die Öle gehören eher zu den günstigen Pflegeölen. Der Duft kommt lediglich durch eine Mischung ätherischer Öle zustande und wirkt auch nicht besonders hochwertig.

Der für meinen Geschmack zu dezente Duft und die nötige Badewannen-Reinigung anschließend, sind dafür verantwortlich, dass ich es nicht noch einmal zum Baden verwenden möchte. Als Hautpflege nach dem Baden finde ich das Öl jedoch ideal. Es zieht schnell ein, macht die Haut über Stunden schön weich und hier finde ich den dezenten Duft auch genau richtig.

 

Dr.Hauschka Badeöl und Bademilch

Dr.Hauschka Mandel Badeöl:

Einen weiteren Versuch in Sachen Badeöl unternahm ich dann mit dem Dr.Hauschka Bäder Kennenlern-Set. In Erwartung eines ähnlich schmierigen Erlebnisses wie mit dem Alverde Badeöl, war ich überrascht, überhaupt keine Öltropfen im Wasser zu entdecken, obwohl ich das ganze 10 ml Fläschchen im Wasser geleert hatte. Die Beschaffenheit der Dr.Hauschka Badeöle ist nämlich eine etwas andere.

Rizinusöl, Glycerin, Alkohol und Duftstoffe bilden die Hauptbestandteile des Dr.Hauschka Mandel Bades, erst an sechster Stelle steht das Mandelöl. Die Inhaltsstoffe haben mich ein wenig an Dr.Hauschka zweifeln lassen. Auch die Pflegewirkung ist nicht wirklich spürbar. Ich musste meine Haut nach dem Bad unbedingt eincremen. Der Fokus liegt eindeutig eher auf dem Duft denn als auf der Hautpflege. Der Duft ist zum Glück nicht so stark marzipan-artig, sondern nur dezent nach Mandeln duftend. Ich bin kein großer Mandel-Fan, daher werde ich mir von diesem Badeöl keine Standard-Größe kaufen.

 

Dr.Hauschka Zitronen Lemongrass Badeöl:

Nachdem ich meine Erwartungen also angepasst hatte, war ich von meinem zweiten Versuch mit Dr.Hauschka Badeölen positiv überrascht. Das Dr.Hauschka Zitronen Lemongrass Bad riecht intensiv zitrisch, frisch und belebend, ein wenig süßlich und damit nicht zu kühl. Man hat fast das Gefühl, in einem Zitronenbonbon zu baden – ich mag das! Die Zusammensetzung ist hier ganz ähnlich wie das Mandel Bad – die Duftkomponenten stehen im Vordergrund. Dementsprechend ist auch hier Eincremen nach dem Badespaß nötig. Aufgrund des Duftes würde ich mir dieses Badeöl jedoch nachkaufen.

Dr.Hauschka Bäder Kennenlern-Set

Dr.Hauschka Moor Lavendel Bad:

Ich war gespannt, ob der Lavendelduft an das Dufterlebnis des Alverde Aromabades Lavendel Majoran heranreicht und ob sich das Moor irgendwie in der Badewanne bemerkbar macht. Hierbei handelt es sich ja auch nicht um ein Badeöl, sondern eine Bademilch. Die Inhaltsstoffe unterscheiden sich auch von den Dr.Hauschka Badeölen, insofern dass hier Wasser an erster Stelle steht, gefolgt von dem Ätherischen Öl der Lavendel, und erfreulicherweise kommt hier Mandelöl an dritter Stelle, gefolgt von Glycerin und Alkohol. Außerdem sind Avocadoöl und Jojobaöl enthalten. Das Moorextrakt steht an neunter Stelle und machte sich bei mir nicht besonders bemerkbar (versunken bin ich jedenfalls nicht und schlammbraun hat sich das Wasser auch nicht gefärbt). Ich finde es schade, dass es an erster Stelle im Produktnamen angepriesen wird, und in den Inhaltsstoffen dann kaum auffindbar ist. Um zurück auf das Dufterlebnis zu kommen – ja, es konkurriert mit dem Alverde Lavendel Bad um meine Gunst. Auch das Dr.Hauschka Moor Lavendel Bad riecht intensiv nach Lavendel und wirkt damit sehr entspannend. Anschließendes Eincremen ist ratsam. Ich würde es mir aufgrund der Inhaltsstoffe und des Duftes auch wieder kaufen.

 

Dr.Hauschka Rosen Bad:

Auch bei dem Dr.Hauschka Rosen Bad handelt es sich um eine Bademilch. Der Duft ist berrauschend! Ich liebe den natürlichen Rosenduft, der sich im warmen Wasser dezent entfaltet. Wasser, Rosenwasser und Auszüge aus Rosenblüten führen die Inhaltsstoffe-Liste an. Mandelöl, Glycerin und Alkohol bilden das folgende, bereits bekannte Trio, zuständig für Pflege und Konservierung. Noch zu nennen sind ätherisches Rosenöl, Avocado- und Jojobaöl. Der Duft gefällt mir so gut, dass ich es mir wahrscheinlich wieder kaufen würde, auch wenn anschließendes Eincremen notwendig ist.

Dr.Hauschka Badeöl und Bademilch / INCI

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  1. Ehrlich gesagt – ich lege gern zitronenschalen auf den badewannenrand, esse eine mandarine oder Orange während dem Baden oder trinke zimttee. Riecht alles gut 🙂 meiner haut geht es jetzt viel besser. Am Schluss nutze ich kurz – wenn nötig – olivenölseife. Eincremen / einölen musste ich nach einiger Zeit gar nicht mehr. Aber ich gebe zu: kopfmäßig fehlt mir der badezusatz…

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