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Alviana Zahncreme Kräuter ohne Fluorid

Ich setze schon lange auf Naturkosmetik, wenn es um die Gesichtspflege und dekorative Kosmetik geht. Es wird Zeit, auch in Sachen Zahnpflege endlich nachzuziehen. Zusatzbedingung: eine NK-Zahnpasta ohne Fluorid zu finden. Es gibt einige auf dem  Markt. Fürs erste habe ich mich für eine preiswerte Version entschieden: die Alviana Zahncreme Kräuter ohne Fluorid.

Um es kurz zu machen: Ich bin positiv überrascht! Meine Befürchtung, Naturkosmetik-Zahnpasten schmecken scheußlich, schäumen nicht und  hinterlassen ein alles andere als frisches Mundgefühl, haben sich bei dieser Zahnpasta glücklicherweise nicht bestätigt. Zudem ist sie mit 1,49 € für 75 ml recht preiswert. Man braucht pro Anwendung nur eine kleine Menge, denn sie schäumt ordentlich. Geruch und Geschmack sind ähnlich konventioneller Zahnpasten frisch, minzig und nur wenig krautig. Sie schmeckt sehr mild, keineswegs scharf. Der Frische-Effekt ist moderat, aber vorhanden und auch meine Zähne fühlen sich gut gereinigt an.

Die Zahnpasta ist vegan, enthält Kräuter aus Bio-Anbau und trägt das Natrue-Siegel. Wie es sich für Naturkosmetik gehört, ist die Zahncreme frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen, Silikonen und Inhaltsstoffen auf Mineralölbasis. Mikroplastik ist somit auch ausgeschlossen. Als Putzhilfe kommt hier Kieselerde (Silica) zum Einsatz. Silica gilt zwar als schädlich beim Einatmen, das ist bei Zahnpasta jedoch irrelevant, denn hier ist es in der Paste gebunden. Die Kräuterextrakte von Pfefferminze, Kamille, Salbei, Thymian und Myrrhe sorgen nicht nur für Frische, sondern haben auch entzündungshemmende Eigenschaften.

Aqua, Sorbitol, Silica, Xylitol, Sodium Cetearyl Sulfate, Mentha Piperita Leaf Extract*, Chamomilla Recutita Flower Extract*, Salvia Officinalis Leaf Extract*, Thymus Vulgaris Extract*, Commiphora Myrrha Resin Extract, Sodium Cocoyl Glutamate, Disodium Cocoyl Glutamate, Xanthan Gum, CI 77891, Alcohol*, Menthol, Parfum**, Limonene**, Geraniol**, Linalool**, Citronellol**

*ingredients from certified organic agriculture
**from natural essential oils

Ich bin mit der Zahnpasta sehr zufrieden und werde sie bestimmt auch wieder kaufen. Das einzige, was mich stört: auf der Verpackung ist kein RDA-Wert angegeben. Dieser gibt bei Zahnpasta den Grad der Abrasivität (also des Abriebs, bzw. der Schmirgelwirkung) an. Als guter Wert gilt ein RDA von 35-50, da hier ein guter Kompromiss zwischen geringem Abrieb und guter Reinigungswirkung gegeben ist. Die Angabe des RDA-Wertes ist für Hersteller freiwillig. Alviana gibt jedoch auf ihrer Website einen RDA-Wert für die alte Version der Zahncremes an: diese lag bei 50, also im grünen Bereich. Leider ist jedoch die Rezeptur nicht identisch mit der mir vorliegenden Version, denn laut Website enthalten die alten Zahncremes u.a. noch Fluorid.

Alviana Zahncreme Kräuter ohne Fluorid

Womit wir bei einem weiteren Thema wären, mit dem ich mich neuerdings auseinandersetze: Fluorid in Zahncremes – gut oder schlecht? Bisher bin ich immer ganz der vorherrschenden Empfehlung gefolgt, fluoridhaltige Zahnpasta und Speisesalz zu verwenden um die Kariesbildung zu hemmen. Es ist erwiesen, dass Fluorid (nicht zu verwechseln mit Fluor!) eine positive Wirkung für die Zahngesundheit hat. In zu großer Dosis kann die Wirkung jedoch ins Gegenteil kippen, Knochen und Zähne porös machen. Etwas beunruhigt war ich dann als ich las, dass Schwarztee einen relativ hohen Fluoridgehalt hat und ebenso Grüntee, wenn auch nur etwa halb so viel. Ich trinke nämlich über den Tag verteilt fast nur Grüntee, zwischendurch auch mal kräftigen Schwarztee (Wasser und andere Getränke machen dagegen einen eher kleinen Teil meiner Flüssigkeitszufuhr aus). Außerdem habe ich keine Scheu vor salzigem Essen, benutze dafür immer fluoridhaltiges Salz und benutze seit ich denken kann nur fluoridhaltige Zahnpasta. Ich finde es schwer abzuwägen, wann man an die bedenkliche Grenze stößt, halte es aber vorsorglich für angebracht, meinen Fluoridkonsum etwas einzuschränken. Ganz verzichten möchte ich angesichts der positiven Wirkung nicht. 

Wie seht ihr das mit dem Fluorid? Panikmache oder besser darauf verzichten? Und wie radikal handhabt ihr das dann?

3 Kommentare

  1. Tja, das Fluorid. So richtig überzeugt hat mich noch keine Berichterstattung, weder pro noch contra. Ich wechsle ab. Da ich jahrzehntelang mit Fluorid gut gefahren bin, bleibt es auf dem Kosmetikzettel. Allerdings kommt ab und an auch eine freie Zahnpasta ans Waschbecken (Alviana benutze ich auch gern). Ich denke, dass die geringen Mengen, die man noch dazu ja nicht „isst“, zu vernachlässigen sind. Tu mich wirklich noch sehr schwer, mit einer definitiven Entscheidung …

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  2. Hallo,
    dein Artiekel ist zwar schon etwas her, aber trotzdem,
    das befindet sich in der Zahnpasta:

    -Ci 77891 titandioxid:
    Farbstoff -Rückstände von Schwermetallen; Allergie

    -Sodium Cetearyl Sulfate:
    Tenside- entfettend, hautreizend

    -Sorbitol – E420:
    Ursprünglich wurde Sorbit aus den Früchten der Eberesche (Vogelbeere, Sorbus aucuparia) gewonnen, die bis zu 12 % Sorbit enthalten. Er kommt aber auch in vielen anderen Früchten und vor allem in Kernobstsorten vor. Erwähnenswert hinsichtlich ihres hohen Anteils an Sorbit sind Birnen, Pflaumen, Äpfel, Aprikosen und Pfirsiche. Dagegen enthalten Beeren- und Citrusfrüchte sowie Ananas und Trauben sehr wenig bis gar kein Sorbit.[5]

    Die industrielle Herstellung erfolgt aus Mais- und Weizenstärke. Sorbit wird auf der Basis von Glucose (Traubenzucker) gewonnen. Wie bei allen Produkten, die über die Stärkeverzuckerung in Europa erzeugt werden, sind bei Sorbit keine gentechnischen Produkte auf dem Markt, wobei zur Herstellung von Sorbit der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen möglich wäre.

    Xanthan Gum – E 415 –
    Xanthan (selten Xantan) ist ein natürlich vorkommendes Polysaccharid. Es wird mit Hilfe von Bakterien der Gattung Xanthomonas aus zuckerhaltigen Substraten gewonnen und wird als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer E 415 als Verdickungs- und Geliermittel eingesetzt. Xanthan ist für Öko-Lebensmittel zugelassen.[2]

    Ich weiß es ist zermürbend.
    Wir putzen unsere Zähne nur noch mit:
    1. Salbeitee (oder Pfefferminztee)
    2. Buchenholzasche (gewöhnungsbedürftig, aber sie werden ganz weiß und glatt die Zähne , absolut klasse. siehe auch im Mondbuch von Paungger-Poppe)
    3. Ur-Salz

    Liebe Grüße Natascha

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