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Schmidt’s Deodorant im Vergleich zu Wolkenseifen Deocremes

Meine Schwäche für cleanes, reduziertes Design und zahlreiche Empfehlungen haben mich schon vor einiger Zeit auf die Deos von Schmidt’s aufmerksam gemacht. Eine schöne Verpackung, natürliche Inhaltsstoffe, aluminiumfrei, ohne Tierversuche und vegan sind auf jeden Fall positive Merkmale die ich wertschätze, aber wie sieht es mit der Deo-Wirkung aus?

Zuerst sei gesagt, dass ich mit meinen Wolkenseifen Deocremes immernoch sehr zufrieden bin und sie auch weiterhin am häufigsten nutze. Zwei Dinge haben mich allerdings ein wenig gestört: aufgrund der synthetischen Duftstoffe handelt es sich bei den Wolkenseifen Deocremes nicht um reine Naturkosmetik (es gibt aber auch eine parfumfreie Version) und im Sommer hatte ich manchmal Probleme mit gereizter Achselhaut bis hin zu einer leicht schmerzenden Schwellung. Jetzt kann ich leider noch nicht sagen, wie sich das Schmidt’s Deo im Sommer verhält, aber für einen ersten Eindruck sollten die zwei Monate, die ich dieses Deo jetzt nutze, ausreichen.

Verpackung und Preis
Das Schmidt’s Deo kommt im Glastiegel mit Plastikdeckel zu 56,7 g und kostet in Deutschland um die 10 €. Interessanterweise wird es auch von Wolkenseifen.de angeboten, was für ein gutes Selbstbewusstsein der Marke spricht, da sie darin keine Konkurrenz sieht. Die Deocremes von Wolkenseifen sind mit 7,50 € für 50 ml aber auch etwas günstiger (trotz stetig wachsender Preisentwicklung). Sie werden in flacheren Plastiktiegeln mit Aludeckel abgepackt und punkten optisch vor allem mit den neckischen Pinup-Girls auf dem Deckel.

Duft
Die Düfte von Wolkenseifen und Schmidt’s sind nicht vergleichbar. Während Wolkenseifen bei den 12 Duftrichtungen (davon eine Limited Edition) auf synthetische Parfumkompositionen setzt (vom süßen Blumenbouquet über frische Wäsche bis zu maskulinen Düften ist für jeden etwas dabei), duften die Schmidt’s Deos eindeutig natürlicher nach ätherischen Ölen. Von Schmidt’s besitze ich nur die Duftrichtung „Ylang-Ylang + Calendula“, die eher krautig als blumig riecht und wahrscheinlich auf konventionelle Deo-Benutzer sehr ökig und gewöhnungsbedürftig wirkt. Aufgetragen verfliegt der Geruch aber relativ schnell, ich kann ihn dann nicht mehr an mir wahrnehmen. Die Wolkenseifen-Deocremes sind noch eher erahnbar, wenn ich ins Schwitzen gerate, nehmen sich aber ausreichend zurück um nicht mit meinem Parfum in Konkurrenz zu treten. Beide Marken haben zusätzlich auch eine duftfreie Version im Sortiment, was insbesondere für Allergiker und sensible Häutchen relevant sein dürfte.

Konsistenz und Auftrag 
Sehr unterschiedlich ist die Konsistenz der beiden Deos. Während ich von Wolkenseifen eine schneeweiße, etwas körnige, aber eindeutig cremige Konsistenz gewöhnt bin, die ich problemlos mit der Fingerkuppe aufnehmen und wie eine Creme benutzen kann, hat man es bei Schmidt’s mit einer sehr festen Konsistenz zu tun. Die gelblichweiße Masse erinnert eher an Wachs und ist bei Zimmertemperatur absolut fest. Da verwundert es nicht, dass in jedem Tiegel ein kleiner Plastikspatel beiliegt. Den benötigt man unbedingt, um eine ausreichende Menge herauszukratzen. Es klingt ein wenig nach  Arbeit, lässt sich jedoch mit ein wenig Übung schnell erledigen. Ich streife die Bruchstücke vom Spatel ab und drücke sie sofort zu einer Kugel zusammen, bevor mir die Krümel durch die Finger gleiten und verloren gehen (womit Schmidt’s leider erstmal bei mir einen dicken Minuspunkt einheimste, bis ich lernte, damit umzugehen). Die Kugel kann man dann relativ leicht in zwei kleine Kügelchen teilen, die ich mir dann direkt in die Achselhöhlen presse da sie sich mit der dortigen Körperwärme viel leichter verstreichen lassen als zwischen den Fingern.

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Ja, so eine kleine Menge reicht aus. 😉

Ansonsten mag ich die zartschmelzende Konsistenz des Schmidt’s Deo aber sehr gern, denn sie weißelt nicht und zieht rückstandslos in die Haut ein,  ist somit auch viel Wäsche-freundlicher als die Wolkenseifen Deocremes, die beim Verreiben sogar manchmal ein weißes Pulver hinterlassen.

Wirkung und Inhaltsstoffe
Das Schmidt’s Deo wirkt einige Stunden sehr gut, im Laufe eines langen Arbeitstages kann es jedoch passieren, dass die Deowirkung nachlässt und sich leichter Schweißgeruch bemerkbar macht. Das kenne ich eigentlich gar nicht mehr seit ich die Wolkenseifen Deocremes benutze, die nach wie vor auch bis in den Abend gut bei mir funktionieren. Das ist dann auch der Hauptgrund, weshalb ich die Wolkenseifen Deocremes auch weiterhin häufiger benutze und nur am Wochenende oder ruhigen Tagen auch mal zu Schmidt’s greife. Trotzdem mag ich das Schmidt’s Deo, denn ich finde es pflegt besser und ist nicht so aggressiv zu meiner Haut. Dabei sind die Inhaltsstoffe beider Deos recht ähnlich und setzen auf Shea Butter als pflegenden Trägerstoff und Backpulver für die Deo-Wirkung.

Schmidt’s Deo Ylang-Ylang + Calendula:
Butyrospermum parkii (shea butter), Sodium bicarbonate (baking soda), Maranta arundinacea (arrowroot) powder, Theobroma cacao (cocoa) seed butter, Tocopherol (vitamin E), Calendula officinalis (calendula) essential oil, Cananga odorata (ylang-ylang) essential oil, Humulus lupulus (hop) extract

Wolkenseifen Perfect Day Deocreme:
Butyrospermum Parkii Butter, Solanum Tuberosum Starch (Kartoffelstärke, unbedenklich), Sodium Bicarbonate, C.I.77947 (Farbstoff Weiß, unbedenklich), Cocos Nucifera Oil, Vitis Vinifera (Grape) Seed Oil, Tocopherol, Panthenol, Parfum (Cinnamyl Alcohol, Coumarin, Geraniol, Limonene, Alpha-Isomethyl Ionone, Benzyl Salicylate, Butylphenyl Methylpropional, Citronellol, Linalool)

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Fazit
Ich mag beide Deos gerne, tendiere aufgrund der länger anhaltenden Wirkung jedoch eher zu Wolkenseifen. Ein Pluspunkt für Wolkenseifen ist auch die Herstellung in Deutschland, während Schmidt’s als US-Marke einen weiten Weg zu uns nehmen muss, was sicherlich zulasten der CO2-Bilanz geht. Da ich im Sommer jedoch Probleme mit den Wolkenseifen Deocremes hatte, kann es sein, dass ich mit der wärmeren Jahreszeit häufiger zum Schmidt’s Deo greifen werde, das ich als pflegender und weniger aggressiv empfinde. Ich habe mir jedoch mit meiner letzten Bestellung bei Wolkenseifen auch die parfumfreie Deocreme zugelegt und hoffe, dass ich sie dann besser vertrage.

Update Januar 2016: Ich muss jetzt hinzufügen, dass Schmidt’s es im letzten Jahr doch noch geschafft hat, Wolkenseifen vom Thron (bzw. meinem Badezimmerregal) zu stoßen. Ich habe mich gut an die wachsige Konsistenz und die natürlichen Düfte gewöhnt und vertrage sie auch weiterhin am besten. Ich habe auch mittlerweile nicht mehr den Eindruck, dass sie weniger zuverlässig über den Tag wirken. Inzwischen habe ich fast alle Düfte durchprobiert (bis auf Cedarwood) und finde sie super. Die neue Variante als Deostick steht auch schon bei mir bereit und wird bald ausprobiert.

12 Kommentare

  1. Spannend! Vielleicht gibts nochmal ein Sommerupdate?
    Ich mag generell duftlos am liebsten, da kommt mir Wolkenseifen sehr entgegen. Allerdings hatte ich da das Gefühl der Gewöhnung. Jetzt im Winter geht es wieder. Ich wechsle mittlerweile aber ein wenig durch mit anderen Produkten (leider beduftet, was ich nicht so mag. Keine Cremes.) Tatsächlich scheint das aber was zu bringen, da die Deocreme nun wieder zuverlässiger scheint!
    Trotzdem – wenn meine Reste aufgebraucht sind, möchte ich mich vielleicht auch mal Schmidt’s oder Ponyhütchen wagen. Mal sehen! Hast du Ponyhütchen auch schon getestet?

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    • Duftlos gibt es ja von beiden, das finde ich auch richtig gut! Das mit der Gewöhnung kenne ich auch, allerdings bisher nur von konventionellen Deos. Die Wolkenseifen Deocremes benutze ich jetzt seit fast einem Jahr und sie wirken immernoch gleich gut.
      Ponyhütchen kenne ich leider nicht, dazu gibt’s aber ja auch schon viele Vergleiche auf anderen Blogs. Würde mich auch interessieren, die mal auszuprobieren. Finde deine Disziplin ja bewundernswert, erstmal Reste aufzubrauchen, bevor du dir was neues zulegst! 😉

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  2. Das Design der Schmidt’s Deocremes spricht mich auch total an. In denen von Wolkenseifen stören mich die synthetischen Duftstoffe. Da gefällt mir Schmidt’s besser. Die feste Konsistenz hatte ich schon auf einem Blog gesehen und mir daher die Anwendung etwas kompliziert vorgestellt. Aber du scheinst ja einen guten Weg gefunden zu haben 🙂 Sobald sich der Deovorrat in meinem Schrank endlich etwas reduziert hat, werde ich Schmidt’s testen.

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    • Oh, noch so eine disziplinierte Person! Bei mir ist die Neugier immer stärker als der Wille, ich habe außer Wolkenseifen und Schmidt’s sogar noch zwei weitere Deos (von Sante und von Alverde) in Gebrauch, die benutze ich allerdings nur noch ganz selten, weil sie einfach nicht so gut wirken wie die Deocremes.
      Und ja, die feste Konsistenz von Schmidt’s ist gewöhnungsbedürftig, deshalb fand ich es so wichtig, hier meine Methode zu zeigen. Hoffe, es hilft! 🙂

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  3. Pingback: Deocreme Test – Wolkenseifen, Schmidt’s und Ponyhütchen | Naturkosmetik und glutenfreie Ernährung

  4. Pingback: Schwitzen - erwünscht! Schmidt's Deo - salsa meets style

  5. Hallo die Damen,

    ich wollt Euch nur informieren,das ich gerade bei najoba.de entdeckt hab,dass es
    die Schmidt Deos nun auch als Stick gibt!
    LG Keti

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    • Ja, Danke, warte auch schon seit der Ankündigung vor ein paar Monaten sehnsüchtig auf die Markteinführung in Deutschland und werde auch bald bestellen (trotz mehr als ausreichendem Deo-Vorrat). 😀

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