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Meine Abschmink-Routine mit Weleda und Lavera

Ich bin ein ziemliches Gewohnheitstier und hätte es nicht für möglich gehalten, so schnell neue Methoden und Mittelchen zur abendlichen Gesichtsreinigung in meine Routine zu übernehmen. Gemeint sind insbesondere das Weleda Mandel Gesichtsöl und der Naturschwamm, den ich erst kürzlich mit meiner EccoBox erhielt.

Viele Jahre bestand meine Abschmink-Routine nämlich aus dem ölfreien Augen-Makeup-Entferner von Rival de Loop, das an sich relativ gute Inhaltsstoffe hat, aber keine Naturkosmetik ist und auf Dauer etwas austrocknend wirkte, und abwechselnd mal Reinigungsmilch oder Reinigungsschaum. Letzteres empfinde ich mit zunehmendem  Alter als zu aggressiv und austrocknend, weshalb ich mittlerweile milde Reinigungsmilch bevorzuge. Außerdem habe ich mich vorletztes Jahr von dem Hype um die Bioderma Sensibio H2O Mizellen-Lösung anstecken lassen und in Paris zwei große Flaschen gekauft, von denen ich eine bereits aufgebraucht habe und sie an sich auch gut zum Abschminken von Augen-Makeup empfand.

Als mein Augenmakeup-Entferner vor ein paar Wochen zur Neige ging, stand ich also vor der Entscheidung, die zweite Flasche Bioderma aus dem Kühlschrank zu holen oder mal was neues zu probieren. Da fiel mir das Weleda Mandel Gesichtsöl ins Auge, das schon einige Zeit ungenutzt bei mir im Bad stand, weil es mir als Gesichtsöl für den Tag zu fettig ist. Von Weleda gibt es den Tipp, dieses Öl auf einem angefeuchteten Wattepad auch zum Entfernen von Augen-Makeup zu verwenden. Gesagt, getan – nach ein paar eher enttäuschenden ersten Versuchen (zu wenig Wasser, zu wenig Öl), ist diese Methode mittlerweile meine bevorzugte Reinigungsmethode für die Augen geworden. Das Öl ist wirklich sehr sanft zur empfindlich dünnen Haut um die Augen und zu den Wimpern. Das liegt auch daran, dass das Weleda Mandel Gesichtsöl sehr puristisch-minimalistisch nur aus drei Inhaltsstoffen besteht:

Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil , Prunus Domestica Seed Oil , Prunus Spinosa Flower Extract

Also Mandelöl, Aprikosenkernöl und Schlehenblüten-Extrakt. Kein Parfüm, Alkohol oder sonstige Konservierungsstoffe, keine ätherischen Öle, kein Schnickschnack. Das macht es so geeignet für sensible Häutchen und eben auch die empfindliche Augenpartie, die sich nach der Reinigung auch noch gepflegt anfühlt. Wichtig ist aber, das Wattepad gut zu durchfeuchten, dann gebe ich ca. 5 Tropfen des Mandelöls darauf. Da ich mittlerweile nur noch wasserlösliche Naturkosmetik-Mascara verwende (z.Zt. von Alverde und Benecos), lässt es sich somit gut abnehmen. Ich lege das Wattepad zuerst für wenige Sekunden auf das Auge und lasse die Feuchtigkeit einwirken, dann streiche ich mehrmals in verschiedene Richtungen über das Auge und die Wimpern. Für das zweite Auge verwende ich die Rückseite des Wattepads, auf das ich wieder ca. 5 Tropfen Öl träufele. Es brennt nichts und ich habe anschließend auch keinen Ölfilm auf dem Auge. Das Fläschchen enthält 50 ml und kostet regulär ca. 15 Euro. Weleda-Produkte sind allerdings ab und zu bei Rossmann um 20 % reduziert erhältlich. Das Öl ist natürlich vegan und trägt das Natrue-Siegel.

weleda_mandel_gesichtsoel

Ich benutze mittlerweile nur noch die Ebelin Nature Wattepads aus Bio-Baumwolle, da sie von guter, reißfester Qualität sind, eine strukturierte Oberfläche haben und man nebenbei auch noch den WWF damit unterstützt. Im Vergleich zu den Standard-Wattepads von Ebelin sind sie natürlich teurer, aber aufgrund der sparsamen Verwendung gehen sie auch nicht so schnell zur Neige. Eine Packung enthält 60 Stück und kostet ca. einen Euro.

Nach dem Entfernen des Augen-Makeups kommt die Gesichtshaut dran. Die Lavera Basis Sensitiv Reinigungsmilch neigt sich mittlerweile dem Ende zu und ich möchte sie nicht mehr missen – die wird nachgekauft! Sie hat eine sehr milchig-cremige Konsistenz und duftet einfach ganz wunderbar nach der ganzen Basis Sensitiv Linie von Lavera. Natürlich sind ätherische Öle in einer Reinigungsmilch nicht notwendig, aber ich vertrage sie gut und genieße den Wellness-Faktor jeden Abend sehr. Auch der enthaltene Alkohol stört mich nicht. Die weiteren Zutaten sind so reichhaltig und pflegend, dass ich keine austrocknende Wirkung feststellen kann.

Wässrig-alkoholischer Rosenblütenauszug (Bio-Alkohol)*, pflanzliches Glycerin, Sojaöl*, Triglyceride (pflanzliche Ölmischung), Glycerinfettsäureester, Fettalkohole, Jojobaöl*, Kokostensid, Sheabutter*, Xanthan, Mandelöl*, Lecithin, Aloe Vera Gel*, Calendulablütenextrakt*, Hamamelishydrolat*, Kokosöl, Vitamin E, Sonnenblumenöl, Carotinöl, Pflanzensterole, Vitamin C, Mischung natürlich ätherischer Öle

*Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Ich verteile eine etwa haselnussgroße Menge auf meinem Gesicht und massiere sie gründlich ein. Die Augen spare ich nicht aus, um letzte Mascara-Reste einzuweichen, das geht ohne brennen oder sonstige Reizungen vonstatten. Die Reinigungsmilch fühlt sich eher wie eine Pflegelotion an und zieht sogar etwas in die Haut ein. Die Reinigungsmilch ist vegan und trägt das Natrue-Siegel. Eine Tube mit 125 ml kostet etwa 5,50 €.

lavera_basis_sensitiv_reinigungsmilch

lavera_basis_sensitiv_reinigungsmilch_2

Während ich früher mit viel warmem Wasser die Reinigungsmilch abgewaschen hätte, greife ich jetzt zum Seidenschwamm von Cose della Natura (erhältlich bei Ecco Verde), der natürlich nicht aus Seide besteht, sondern ein natürliches Produkt aus dem Meer ist. Aufgrund der feinporigen Oberfläche gilt er als zart zur Haut und wird wohl daher Seidenschwamm genannt. Mit warmem Wasser durchnässt fahre ich damit mehrmals über das Gesicht und nehme die Reinigungsmilch ab. Obwohl der Schwamm sanft sein soll, empfinde ich ihn als durchblutungsfördernd und leicht peelend. Meine Haut fühlt sich danach ungleich glatter und frischer an. Um es nicht zu übertreiben, verwende ich ihn nicht jeden Abend, sondern nur etwa jeden zweiten oder dritten und wasche ansonsten die Reinigungsmilch einfach nur mit Wasser ab.

Nach dieser Prozedur ist sämtliches Makeup restlos entfernt und ich kann mein Abend-Ritual mit all den feinen Pflegemittelchen für die Nacht fortsetzen. Ich bin ganz froh, mit diesen Produkten mittlerweile eine sehr gründliche und trotzdem sanfte Reinigungsroutine gefunden zu haben, die auch noch komplett auf Naturkosmetik setzt. Und den Hype um Schwämme kann ich jetzt auch etwas besser verstehen, vielleicht findet ja noch einer dieser neumodischen Konjac Sponges seinen Weg zu mir.

6 Kommentare

  1. Oh das Mandelöl von Weleda klingt gut. Ich entferne mein Make-Up ab und zu mit Kokosöl. Aber dabei bleibt immer ein Fettfilm vor den Augen zurück. Das mag ich nicht so und muss dann mit meinem Reinigungsprodukt ziemlich „arbeiten“, um den Fettfilm wieder loszuwerden. Und das wiederrum reizt und brennt z.T. in den Augen. Da klingt das Mandelöl nach einer guten Alternative :-)
    Liebe Grüße

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    • Von Kokosöl zum Abschminken habe ich auch schon gutes gehört, das könnte ich auch mal ausprobieren. Das Mandelöl funktioniert bei mir aber auch nur zusammen mit dem Wasser gut, ich denke, man muss einfach die richtige Balance zwischen Öl und Wasser finden.

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  2. Huch, ich dachte die Reinigungsmilch wäre ohne ätherische Öle. Mmh, da habe ich wohl falsch gedacht. Dann kann ich es mir sparen sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich möchte nämlich demnächst mal komplett reizfrei reinigen und pflegen. ;)

    Aber ansonsten gefällt mir deine Abschminkroutine sehr gut. :)

    Liebe Grüße,
    Jenni
    pretty green woman schrieb zuletzt: Meine Bestellung bei iHerb.com (November 2014)My Profile

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    • Reizfrei – damit liegst du ja voll im Trend! ;-) Bin mal gespannt, ob die Hersteller auf den Trend reagieren und bald auch mehr unparfümierte Alternativen anbieten werden. Das fände ich gar nicht so schlecht. Bin gespannt, bei dir dann mehr darüber zu lesen. :-D

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  3. Ich habe auch jahrelang den ölfreien Augen-Make-Up Entferner von Rival de Loop verwendet (: …und das Weleda Öl steht schon seit einer 20% Rabattaktion bei Rossmann ungeöffnet in meinem Schrank. Das sollte ich also bald mal testen, besonders, wenn es keinen fettigen Film hinterlässt! Die lavera basis sensitiv Reinigungsmilch mag ich auch sehr gern (: …und den Duft finde ich ebenfalls angenehm unaufdringlich. Liebe Grüße.
    Projekt Schminkumstellung schrieb zuletzt: Aufgebraucht Nr. 6My Profile

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    • Haha, da liegen wir wohl auf einer Welle! Das Öl solltest du wirklich mal probieren bevor es ranzig wird! Ich hatte auch mal lange ein Körperöl bei mir rumstehen und konnte nichts damit anfangen und irgendwann roch es dann so schlecht, dass ich es nur noch entsorgen konnte.

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