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Mein energetischer Haarschnitt beim Naturfriseur (und die Nachwirkungen)

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Für gewöhnlich schneide ich mir meine Haare selbst – und so sah ich dann nach einigen Jahren auch aus (zottelig). Es war also mal wieder Zeit für einen professionellen Haarschnitt. Nachdem ich stundenlang nach einem Friseur in meiner Stadt gesucht hatte, der keine Produkte mit Silikon, Sodium Laureth Sulfat und Co. verwendet – an meine Haut lasse ich nur Wasser und Naturkosmetik! –, entschied ich mich letzten Endes für einen Naturfriseur und gönnte mir gleich das Rundum-Glücklich-Paket: den energetischen Haarschnitt.

Haare sind mehr als totes Gewebe, das uns zierend um den Kopf flattert. Auch wenn die Haarfaser an sich abgestorbene Hornhaut ist, so ist sie doch durch ihre Wurzel mit dem Nervensystem des Körpers verbunden und macht die Haare zum Bestandteil unseres Tastsinnes. Die Haarwurzeln werden zudem von kleinsten Muskeln umfasst, die sich spontan zusammenziehen und uns das Haar zu Berge stehen lassen können. Mit diesem Wissen im Hinterkopf erscheint das Konzept des energetischen Haarschnitts vielleicht verständlicher: es wird angenommen, dass im Haar Energiebahnen verlaufen, die durch die Massage der Kopfhaut, ähnlich einer Akupressur, und eine besonders sensible Art des Schneidens, gelenkt werden können. Unter Berücksichtigung der Haarstruktur (z.B. Wirbel) wird in einem langsamen Prozess das Haar so geschnitten, dass Blockaden gelöst und der Energiefluss wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Dafür ist es wichtig, dass sich der Friseur auf den Kunden einlässt. Das äußerte sich bei der Behandlung auch durch häufiges Innehalten, tiefes Durchatmen und sanftes Nachfühlen entlang der Kopf-, Nacken- und Schulterformen. Das Ergebnis ist ein Haarschnitt, der ohne aufwändiges Styling funktioniert und auf eine natürliche, nachhaltige Gesundheit von Kopfhaut und Haaren abzielt.

Mein Besuch beim Naturfriseur begann mit einem Fragebogen ähnlich dem beim Arzt: nehme ich Medikamente ein, bin ich schwanger, habe ich Allergien? Im Kräuterlabor müssen diese Faktoren beim Mixen des individuellen Treatments berücksichtigt werden. Als nächstes wurde ich nach meinen Wünschen und Haarproblemen befragt, bevor es dann endlich an den ersten Schritt der Behandlung ging: das Striegeln. Wie ich erfuhr, macht das richtige Bürsten der Haare bereits 60 % der Haarpflege aus! Wichtig ist das gründliche Ausbürsten von Staub und Ablagerungen von der Kopfhaut. Diese unerwünschten Beläge aus Talg und abgestorbenen Hautschüppchen löst man am besten mit sanftem Striegeln über Kopf, also auch von unten nach oben in Richtung Scheitel. Am besten funktioniert das mit einer Wildschweinborstenbürste, da diese Borsten von Natur aus die optimale Festigkeit haben und den Talg (auch Sebum genannt) gleichmäßig in den Haarlängen verteilen. Nebeneffekt dieser Behandlung ist eine anregende Kopfhautmassage und glänzende Haare bis in die Spitzen. Täglich angewendet sorgt man damit für eine frei atmende und gut durchblutete Kopfhaut und regt somit das Haarwachstum an. Haare brechen nicht mehr so schnell ab oder fallen aus, weil die Haarwurzel gestärkt wird und das Haar durch das eigene Sebum gepflegt und geschmeidig gehalten wird. Wie mir gesagt wurde, kann es einige Wochen dauern, bis sich die Talgproduktion an das tägliche Bürsten nach dieser Methode gewöhnt und nicht mit Überproduktion zu fettigen Haaren führt. Die Häufigkeit der Haarwäschen soll dann auf lange Sicht sogar verringert werden, da die Ansätze nicht mehr so schnell fettig wirken und die Kopfhaut nicht mehr juckt.

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Womit wir zum nächsten Schritt der Behandlung kommen: der Haarwäsche. Gewaschen wurden meine Haare mit einem Shampoo von Less is More, eine österreichische Salonlinie mit dem Anspruch, Funktionalität, Gesundheit und Umweltschutz in ihren Haarpflege- und Styling-Produkten zu vereinen. Die Produkte entsprechen Naturkosmetikstandards, die pflanzlichen Inhaltsstoffe entstammen Bio-Anbau und sind teilweise fair gehandelt. Besonders auffallend ist bei vielen Produkten in den INCIs der Aloe Vera Saft an vorderer Stelle und Alkohol auf den hinteren Rängen. Ätherische Öle sorgen für angenehme Düfte. Bei den Shampoos handelt es sich um Konzentrate. Als Tensid wird Sodium Lauryl Sulfoacetate eingesetzt, das leider als nur geringfügig milder gilt als Sodium Lauryl Sulfat, aber sich für eine gute Schaumbildung eignet. Zudem werden noch weitere, aber milde Tenside eingesetzt. Vielleicht liegt es daran, dass man die Shampoos von Less is More nur in geringen Mengen anwenden soll. Die Friseurin zeigte mir ihre Methode: sie füllt eine wirklich kleine Menge (nicht mal ein Teelöffel) in ein separates kleines Fläschchen und verdünnt es mit Wasser. Über die kleine Öffnung des Fläschchens wird es dann gezielt auf die Kopfhaut aufgetragen, kurz einmassiert und ausgespült.

Im feuchten Zustand wurden mir alsdann die Haare geschnitten. Mit viel Sorgfalt, ruhigen Bewegungen und gelegentlichem Innehalten, Nachspüren (der Aura? der Energieflüsse?) und sanften Berührungen schnitt mir die Friseurin die Haare in der für mich genau richtigen Länge. Ich hatte mich dazu überreden lassen, meine aus dem Gleichgewicht geratene Kopfhaut mit einer Kräutermaske zu pampern, die so nebenbei auch noch meine ersten weißen Haare dunkel färbte. Dafür wurde nun extra auf mich abgestimmt eine Kräutermixtur zusammengestellt. Die schlammige Maske roch entsprechend krautig und erdig, fühlte sich auf der Kopfhaut aber angenehm an. Da es sich um natürliche, pflanzliche Wirkstoffe handelt, betrug die Einwirkzeit etwa eine Stunde. Nach dem Auswaschen der Maske bekam ich noch etwas Less is More Chitinspray in den Ansatz massiert, was für ordentliches Volumen sorgte, der zu meinem Erstaunen bis zur nächsten Haarwäsche (zwei Tage später) hielt. Mitverantwortlich war natürlich auch das Föhnen über Rundbürsten gegen die Wuchsrichtung, was ich im Alltag zugegebenermaßen vernachlässige, da ich Hitzeschäden vermeiden möchte und meine Haare an der Luft trocknen lasse.

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Vorher (links) und Nachher (rechts)

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Das Ergebnis der gesamten Behandlung waren glänzende Haare, eine angenehm kribbelnde Kopfhaut und ein wunderbares Volumen in den Haaren. Vom energetischen Haarschnitt mag man denken was man will, eine wohltuend entspannende Wellness-Behandlung bekommt man damit auf jeden Fall. Für die individuelle Beratung und Behandlung wird sich viel Zeit genommen, daran gemessen ist der Preis vollkommen gerechtfertigt. Die Preise sind je nach Friseur natürlich unterschiedlich. Bei be organic in Wiesbaden kostet der energetische Haarschnitt als Erstbehandlung 75,- €, die färbende Haarmaske noch einmal 75,- €.

Ich habe mir direkt nach meinem Friseurbesuch eine Wildschweinborsten-Pflegebürste von KostKamm gekauft und befolge dieses Ritual jetzt seit einem Monat, allerdings nur direkt vor der Haarwäsche. Für Zwischendurch scheint mir diese Bürst-Methode doch (noch?) nicht geeignet, da die Haare statisch aufgeladen werden und der Ansatz arg fettig aussieht. Meine Haare fühlen sich allerdings wirklich kräftiger und voller an, was auch daran liegt, dass das Überkopf-Bürsten die Haare am Ansatz aufstellt und so für mehr Volumen sorgt. Auch in den Längen sind sie glänzend und gesund, allerdings habe ich bei meinen kurzen Haaren ohnehin keine Probleme mit Spliss. Auch meiner Kopfhaut tut das Bürsten gut. Während ich bisher nach zwei Tagen aufgrund fettiger Ansätze und leicht juckender Kopfhaut die Haare waschen musste, halte ich es jetzt schon ganz gut drei Tage aus. Netter Nebeneffekt: nach dem Haarewaschen finden sich kaum noch Haare im Abfluss. Zum Bürsten zwischendurch und auch bei nassen Haaren verwende ich gern die kleine Bürste mit Holznoppen von Förster’s. Bei meinen feinen Haaren reicht sie vollkommen aus, entwirrt die Haare sanft ohne statische Aufladung und die Noppen massieren die Kopfhaut ganz leicht ohne die Talg-Produktion zu sehr anzuregen.

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Ich reinige die Bürste mit einem speziellen Set, ebenfalls von KostKamm: mit dem Rechen klaube ich alle Haare aus den Borsten, gelegentlich verwende ich das kleine Bürstchen mit warmem Wasser und etwas Babyshampoo zum Waschen der Bürste.

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Von meiner Neugier getrieben kaufte ich noch eine Reisegröße des Less is More Aloe Mint Volume Shampoos. Um nicht überzudosieren, verwende ich mit Hilfe eines Plastikfläschchens (Bestandteil eines Reisesets zum Umfüllen von Shampoo und Duschgel, wie es sie in vielen Drogeriemärkten gibt) die von der Friseurin gezeigte Methode zur Verdünnung des Shampoos mit Wasser. Hautirritationen konnte ich bisher nicht feststellen. Meine Haare werden trotz der geringen Menge sehr gut gereinigt, duften angenehm und fallen schön weich (ohne zu fliegen). Volumen wird nach meinem Empfinden nicht durch das Shampoo erzeugt, sondern eher durch das Bürsten über Kopf. Dennoch kann ich die Shampoos von Less is More empfehlen, solange man sich mit der Dosierung zurückhält. Ich glaube aber, dass das Unique Tiefenreinigende Shampoo ebenso gut geeignet ist und werde wahrscheinlich auf lange Sicht wieder darauf zurück kommen. Außerdem habe ich den Gedanken noch nicht verworfen, mit Haarseifen meinen Plastikkonsum zu verringern, auch wenn die Friseurin von Haarseifen nicht überzeugt ist. Ihrer Meinung nach trocknen sie zu sehr aus und führen zu Ablagerungen. Über Haarseifen und saure Rinsen, von deren positiver Wirkung ich überzeugt bin, wollte ich dann aber doch nicht mit ihr diskutieren und habe nur brav lächelnd genickt.

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Das Less is More Aloe Mint Volume Shampoo enthält erfreulicherweise viel Aloe Vera Saft, wenig Alkohol, aber auch die bereits besprochenen Tenside. Aufgrund des enthaltenen Honigs ist es nicht vegan. Die Reisegröße enthält 30 ml und kostet 6,- €. Erhältlich sind die Produkte von Less is More außer beim Naturfriseur auch online.

Aqua, *Aloe Barbadensis Leaf Juice, Sodium Lauryl Sulfoacetate, Sodium Cocoyl Glutamate, Decyl Glucoside, Glycerin, Xanthan Gum, *Mel (Forest Honey), *Mentha Piperita (Peppermint) Oil, *Rosmarinus Officinalis Leaf Oil, *Cymbopogon Martini (Palmarosa) Herb Oil, *Cedrus Atlantica Wood Oil, *Equisetum Arvense (Horsetail) Extract, *Parfum (*essential oils incl. Benzyl Benzoate, Citronellol, Geraniol, Limonene, Linalool), *+Cocos Nucifera Oil, *(Soy-)Lecithin, *Cyamopsis Tetragonoloba (Guar) Gum, *Alcohol, Arginine, Citric Acid, Coco-Glucoside, Glyceryl Caprylate, Glyceryl Oleate, Hydrolyzed Wheat Protein, Levulinic Acid, p-Anisic Acid, Tocopherol.

* Aus kontrolliert biologischem Anbau.

Wart ihr auch schon mal bei einem Naturfriseur? Oder wie geht ihr als Naturkosmetik-Addicts mit dem Friseur-Problem um?

15 Kommentare

  1. Ah, von so einem energetischem Haarschnitt habe ich bisher noch nicht gehört. Und ich für meinen Teil halte es auch eher für einen netten Marketing-Trick 🙂

    Wie dem auch sei, ich war nun schon länger nicht mehr beim Friseur, da ich die Haar wachsen lasse. Also ab und zu werden die Spitzen gekürzt, aber das kann meine bessere Hälfte auch gut und ich spare Geld. Ansonsten bringe ich immer mein eigenes Shampoo mit zum Friseur, das war auch noch nie ein Problem. Ich gehe also nicht extra zu einem Natur-Friseur.

    Deine Frisur steht Dir aber sehr gut, sieht wirklich chic aus!

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    • Lieben Dank, Ginni! Ich denke auch, es ist viel Marketing-Magie dabei, einen guten Schnitt bekommt man auch ohne Berücksichtigung von Energieflüssen hin … aber der Prozess macht den Unterschied, eben der Wellness-Aspekt beim Friseurbesuch. 😉
      Das eigene Shampoo zum Friseur mit zu bringen hatte ich auch schon überlegt, aber ich habe die Befürchtung, dass man sich damit womöglich auf den Schlips getreten fühlt. Wie gut, dass dein Friseur damit kein Problem hat!

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  2. Ich schneide mir die Haare seit einigen Jahren selbst, habe aber auch große Lust mich mal wieder von einem Friseur ein wenig verwöhnen zu lassen.
    In Berlin gibt es glücklicherweise eine Auswahl an Naturfriseuren, da werde ich mir einen aussuchen und dann berichten. 🙂

    Ich hatte auch einmal eine Haarbürste mit Wildschweinborsten, bei mir hat sie aber für Spliss gesorgt, weswegen ich nur noch Holzkämme verwende. Ich habe aber auch empfindliches, feines Haar, wenn auch recht viele.

    Der Haarschnitt steht Dir sehr gut und Deine Haare haben einen tollen Glanz!

    Lieben Gruß
    Meike

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    • Vielen Dank, Meike! Du musst unbedingt Bericht erstatten! Meine Schwester lebt in Berlin und hat bestimmt auch Interesse daran!
      Schade, dass die Wildschweinborstenbürste bei dir eher negative Auswirkungen hatte. Spliss konnte ich bisher bei mir noch nicht feststellen, aber ich habe ja auch relativ kurze Haare.

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    • Danke dir, Heli! Ja, nach den Fotos war ich auch erstaunt wie krass der Glanz nachher ist. Ich denke, das habe ich aber auch der Kräutermaske zu verdanken.

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  3. Der Bericht ist wirklich toll. Ich habe gleich mal in Leipzig nach einem Naturkosmetik-Friseur gesucht – wir haben hier sogar einige, allerdings bietet niemand einen energetisierten Haarschnitt an.
    Allerdings finde ich die Erfahrung spannend und bekomme sicherlich nochmal eine ganz andere Perspektive auf meinen Schopf. Obwohl ich meine Friseurin wundervoll finde und ich gern zu ihr gehe 😉

    Dein „neuer Schopf“ sieht wirklich toll aus. Hat sich wirklich gelohnt.

    Grünste Grüße
    Fräulein Immergrün schrieb zuletzt: Für Sensibelchen im Sonnenschein: Die Alva BB Creme*My Profile

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    • Ich war auch erstaunt, dass ich im Netz nicht so viel über den energetischen Haarschnitt herausgefunden habe – ich dachte, das Konzept wäre weiter verbreitet. Aber toll, dass es in Leipzig auch mehrere Naturfriseure zur Auswahl gibt! Lieben Dank auch für das Kompliment! 🙂

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  4. Hallo Konsumfrau,

    ein schöner Bericht ist das und Du siehst schnieke aus.

    Meine Naturfriseurphase habe ich bereits hinter mir gelassen. Ich gehe mittlerweile zu einem konventionellen Friseur und mache mich nicht mehr verrückt, dass dort mit Chemie gewaschen, gepflegt und modelliert wird – ich gehe ja nur alle zwei Monate hin und mir kommt’s vor allem auf einen akuraten Schnitt an.

    Mit dem Striegeln mit der Naturborstenbürste bin ich leider trotz Geduld nicht langfristig warm geworden, irgendwie scheint das meine Kopfhaut dazu zu bringen, den Turbo einzulegen. Kurzum, die Bürste habe ich verschenkt.

    Was die Haarpflege anbelangt, wasche und pflege ich mit Naturkosmetik, zum Stylen nehme ich konventionelle Produkte, brauche davon aber auch nur sehr wenig. Das „Aloe Mint Volume Shampoo“ von Less is More hatte ich auch schon und fand den enthaltenen Minzextrakt angenehm kühlend in den Sommermonaten. Shampoos verdünne ich grundsätzlich und finde, das ist einer der besten Tipps für schönes Haar. Über meine saure Rinse lass‘ ich auch nichts kommen, sie wirkt bei mir in puncto Glanz besser als jede Haarkur.

    Was m.E. außerdem auch einen Unterschied in der Haarqualität macht, ist die regelmäßige Einnahme von Fischlebertran (gibt’s auch in einer desodorierten Variante ohne Fischgeschmack) und der regelmäßige Verzehr von Nüssen und Vollkornprodukten statt Weißmehl (auch wenn’s nicht immer leicht fällt, denn ich liebe Baguettes…).

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    • Hallo Aorta, Danke für das Teilen deiner Erfahrungen! Stimmt, die Ernährung spielt natürlich auch eine große Rolle für die Haare. Fischlebertran kommt für mich als Vegetarierin zwar nicht in Frage, aber Nüsse und Vollkorn – auf Weißmehl zu verzichten fällt mir allerdings auch ganz schön schwer!

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  5. Ich habe demnächst meinen ersten Termin bei einem Naturfriseur, weil die konventionellen Friseure es irgendwie nicht hinbekommen wollen, dass meine Locken gut raus kommen.

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  6. Liebe Konsumfrau
    ich habe deinen Artikel mit großem Interesse gelesen
    und wollte fragen, ob sich die Verwendung der Wildschweinbürste bewähren konnte und ob sich deine Kopfhaut daran gewöhnen konnte (Stichwort fettiger Ansatz)? Auch die Methode mit der du das Less is More Shampoo verdünnst würde mich interessieren. In welchem Verhältnis mischt du es mit Wasser? Schüttelst du es bevor es auf den Kopf kommt?
    Über saure Rinsen habe ich auf deinem Blog noch nichts gefunden- auch da würde mich interessieren, von welcher Anwedung du überzeugt bist.
    Vielen Dank herzliche Grüße
    Franzi

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    • Hallo Franzi, Danke für deinen Kommentar!
      Ich muss gestehen, dass ich immernoch nicht konsequent bei der Anwendung der Wildschweinborstenbürste bin und sie nur vor dem Haarewaschen benutze, also jeden 2.-3. Tag. Ich habe aber trotzdem den Eindruck, dass mein Ansatz weniger fettig ist. Ich wasche meine Haare zwar immer noch häufig, aber nicht mehr so sehr wegen fettigem Ansatz, sondern weil mir die Haare nach 2 Tagen zu platt sind.

      Vom Shampoo habe ich etwa eine Menge von einem Teelöffeln in das Fläschchen gegeben, so dass geradeso der Boden bedeckt war, dann bis ca. 1/4 des Fläschchens mit Wasser aufgefüllt und vorsichtig geschwenkt. Wenn man kräftig schüttelt, verwandelt sich die Mischung in eine Schaumwolke, die ist dann nur noch schwer handhabbar. Ich habe das Fläschchen aber während der Haarwäsche immer wieder mehrmals mit Wasser aufgefüllt, um alle Shampooreste daraus zu verwenden, also quasi mehrmals verdünnt.

      Mittlerweile verwende ich aber häufiger feste Haarseife und muss daher kein Flüssig-Shampoo mehr verdünnen.

      Als saure Rinse verwende ich immer einen Liter lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft. Der Saft einer Zitrone reicht bei mir ca. eine Woche, ich habe immer welchen im Kühlschrank. Ich habe es auch einmal, als ich keine Zitrone da hatte, mit einem Spritzer Apfelessig probiert. Das funktioniert auch und der Geruch bleibt auch nicht im Haar haften, jedoch fand ich ihn während der Haarwäsche unangenehm. Daher bleibe ich bei Zitrone.

      Ich hoffe, das klärt deine Fragen. Schreib doch gern nochmal, wie die Methode bei dir funktioniert. 🙂

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  7. Oh, welch schöner Bericht,

    deine neue Frisur sieht wahnsinnig schön aus und ich finde dass man merkt, dass sich hier auf deine Haare eingestellt wurde. Ich denke wirklich dass es einen Unterschied macht, wenn der Schnitt nicht nur nach geometrischen Richtlinien ausgeführt wird, sondern sich etwas tiefer eingelassen werden kann auf das was man da tut. Ich find das kann auch jeder selbst schnell erleben, egal ob bei einer Massage, oder einfach nur beim ‚durchs-Haar-fahren‘. Ich hab für meinen Teil schon das Gefühl auf irgendeiner tieferen Ebene irgendetwas Ominöses spüren zu können was mich da leiten könnte. Z.B. bei einer Massage. Ich denke so ähnlich wird das auch bei dieser Art des Haarschnitts sein. Wie du es ja auch schön beschreibst. Vielleicht ist die Bezeichnung ‚energetisch‘ ein wenig unglücklich gewählt, da sich ja heut so viel Mühe gegeben wird selbst Akupunktur und Homöopathie in eine esotherisch und damit unglaubwürdig und sogar lächerlich betitelte Ecke zu stellen.

    Ich habe schon so viel Gutes über diese Art des Haarschnitts gehört, weswegen ich jetzt durch eine Suchmaschinenaktion auch deinen Artikel fand. Ich würde es unheimlich gern mal erleben. Allein schon, weil sich so viel Zeit genommen wird. Und den Preis finde ich dafür total in Ordnung, in Leipzig zahlt man für etwas Vergleichbares 120,-.

    Das mit der Wildscheinborste ist so eine Sache. Ich find man muss das Haar nach der Bürstung wieder etwas aufschütteln, dann sieht es auf einmal gar nicht mehr fettig aus. Und eine Freundin von mir, die sich das Haar gar nicht mehr wäscht und ein Buch über ‚No-Poo‘ geschrieben hat berichtet mir immer wieder, dass sie das Sebum am besten mit den Fingern verteilt bekommt. Aber bei ihr hat es auch bereits eine ganz andere Konsistenz. Es ist viel flüssiger und lässt sich besser verteilen.
    Ich konnte mit dem Bürsten das Haarewaschen auf ein Mal die Woche herabsetzen. Früher wusch ich ein Mal am Tag. Für meine Kopfhaut ist das wirklich notwendig, denn jetzt habe ich viel weniger stark mit Schuppenbildung aus Trockenheit zu kämpfen.
    Danke noch mal für diesen schönen Bericht 🙂 Und weiterhin viel Spaß mit deiner Wildschweinbürste.

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    • Ach herrje, ich habe deinen Kommentar jetzt erst gelesen! Danke für dein ausführliches Feedback! Ich kann dir einen energetischen (oder sonstwie betitelten) Haarschnitt beim Naturfriseur nur empfehlen, gehe selbst jetzt regelmäßig ca. alle 3-4 Monate hin und finde es immer wieder eine lohnenswerte Erfahrung. Schon allein wegen des Entspannungsfaktors.
      Danke für deine Ermutigung, die Wildschweinborstenbürste doch täglich zu benutzen, dazu hat mich meine Friseurin auch gerade erst wieder ermahnt. Ich werde es mit deinen Tipps weiter versuchen. No-Poo ist ja auch faszinierend, aber da traue ich mich einfach nicht ran. 😉

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