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Tag des Sonnenschutzes – in Sachen Naturkosmetik!

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Heute ist der Tag des Sonnenschutzes! Auch wenn der deutsche Sommer das Thema bis jetzt nicht so brisant erscheinen lässt – die negativen Folgen von UV-Strahlen sind allseits bekannt und die Empfehlungen, sich auch an weniger sonnenreichen Tagen zu schützen werden zunehmend lauter. Daher beschäftige ich mich auch immer mehr mit den Möglichkeiten, die die Naturkosmetik bietet.

Bei Sonnenschutz denkt man vielleicht zuerst an Sonnenbrand und zuckt nur gelangweilt mit den Schultern, wenn man einen dafür unempfindlichen Hauttyp hat oder generell dunkelhäutig ist. Mir persönlich ging es jedenfalls lange so, weshalb ich im Alltag nie Sonnenschutz verwendet habe und im Sommerurlaub auch nur konventionelle Sonnenschutzmittel mit maximal LSF 20. Jetzt bemerke ich jedoch die Schäden, die meine Haut im Laufe der Zeit davongetragen hat, in Form von Pigmentflecken, und bereue, dass ich immer so sorglos war. Es heißt ja nicht ohne Grund: die Haut vergisst nichts. Wie so oft gilt auch hier: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Sonne

Ich erinnere mich noch an meine ersten Versuche mit Naturkosmetik-Sonnenschutzmitteln: dicke, zähe Pasten, die man nur mit kräftigem Reiben auf der Haut verteilen konnte und die einfach nicht einzogen. Mit fettglänzend weißem Clownsgesicht wollte ich nicht rausgehen, das Thema Naturkosmetik-Sonnenschutz legte ich also erstmal zu den Akten und griff wieder zu konventioneller Sonnenmilch. Deren chemische UV-Filter wirken jedoch wie Hormone, können Allergien auslösen und im schlimmsten Fall sogar Krebs begünstigen. Zudem sind sie eine zerstörerische Gefahr für Korallenriffe.

Zum Glück hat sich inzwischen im Naturkosmetik-Segment sehr viel getan! Mit innovativen Neuentwicklungen können die „Nebenwirkungen“ von mineralischen Sonnenschutzmitteln, wie Weißeln und Glänzen, minimiert werden und es sind sogar inzwischen Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor von 50 verfügbar, was vor einigen Jahren noch als unmöglich galt. Auch umstrittene Themen wie Nanopartikel werden von vielen Herstellern berücksichtigt. Der Naturkosmetik-Markt hält heute für jedes Bedürfnis entsprechende Lösungen parat: Produkte für spezielle Hautpartien (Gesicht, Körper, Hände, Lippen), für Kinder, wasserfeste Formulierungen, getönte Cremes, duft- und reizarme Rezepturen, Lotionen, Öle, Sticks und Sprays – an alles wurde gedacht!

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Ich habe mir dieses Jahr einige interessante Produkte herausgesucht, die ich mir selbst gekauft oder zum Testen zugeschickt bekommen habe, und die ich ausführlich besprechen werde – allerdings zu einem späteren Zeitpunkt. Die letzten verregneten Wochen ließen es einfach nicht zu, mir ein Urteil zur Sonnenschutz-Wirkung der Produkte zu bilden. Ich bin jedoch ohnehin eher ein Nachzügler, was dieses Thema angeht. Viele andere Naturkosmetik-Bloggerinnen haben schon so ziemlich jedes erhältliche Produkt besprochen. Daher beschränke ich mich heute darauf, euch eine Linkliste der Beiträge zusammenzustellen, die ich mit großem Interesse gelesen habe und teilweise immer wieder zu Rate ziehe:

Amazingy Magazine: Hot Topic Sonnenschutz
Basic-Wissen zur Wirkung von UV-Strahlung, Lichtschutzfaktoren und die Wirkungsweisen chemischer und mineralischer Sonnenschutzmittel mit klarer Empfehlung für letzteres. Sehr verständliche Erklärung der unterschiedliche Arten von mineralischen und weiteren natürlichen Sonnenschutzmitteln sowie des Themas Nanopartikel.
Beautyjagd: Serie zu NK-Sonnenschutzmitteln im Test
Der aktuellste Beitrag aus Julia Keiths Serie über Naturkosmetik-Sonnenschutzmittel, in der sie immer ausführlich auf Inhaltsstoffe, Weißelfaktor und Tragegefühl eingeht. Es lohnt sich, auch in die Artikel der letzten Jahre zu lesen, da viele der dort besprochenen Produkte noch auf dem Markt sind.
Projekt Schminkumstellung: Swatches einiger NK-Sonnencremes
Es ist zwar „nur“ ein Instagram-Bild, aber die Swatches und Theresas Beurteilung in den Kommentaren haben mir doch sehr bei meiner Auswahl von Naturkosmetik-Sonnencremes für dieses Jahr geholfen. Auf dem nachfolgende Bild im Stream, auf dem die Swatches etwas verteilt wurden, kann man den Weißelfaktor besser beurteilen.
PuraLiv: Serie zu Sonnenschutzmitteln
Auch Liv schreibt auf ihrem Blog dieses Jahr eine kleine Serie zu NK-Sonnenschutzmitteln und geht in ihrem aktuellsten Beitrag besonders auf Sonnenschutz ohne Zinkoxid ein, da das von manchen nicht so gut vertragen wird.
Was macht Heli: 5 nicht weißelnde, mineralische Sonnencremes
Heli schreibt nicht nur über Naturkosmetik, daher findet man in ihrer Auflistung auch ein Produkt mit Silikonen und synthetischen Inhaltsstoffen (das ich nicht empfehlen würde), aber davon abgesehen finde ich ihre Produktbesprechungen immer sehr aufschlussreich und informativ.

Abschließend noch fünf Tipps, die natürlich jeder kennt, auf die man aber nicht oft genug hinweisen kann:

  1. Sonne meiden, Schattenplätze bevorzugen! (Aber daran denken, dass man auch dort UV-Strahlen ausgesetzt ist). Vor allem die pralle Sonne zur Mittagszeit sollte gemieden werden.
  2. Kleidung und Kopfbedeckungen als Sonnenschutz nutzen: dicht gewebte und dunkle Kleidung schützt am besten, also ggf. auch unter weißer Kleidung Sonnenschutzmittel auftragen! Sich mal an einen schicken Hut oder ein sportliches Cap wagen und so nebenbei sein Outfit bereichern.
  3. Sonnenbrille aufsetzen (fällt mir persönlich sehr schwer)!
  4. Nachcremen nicht vergessen! Durch Schwitzen oder durch Reibung (auch unbewusstes durch’s Gesicht wischen) lässt der Sonnenschutz nach.
  5. Schutz von Innen reicht allein nicht aus, aber kann den Körper bei der Vermeidung und Reparatur von Sonnenschäden unterstützen. Merkhilfe: rotes und orangefarbenes, aber auch dunkelgrünes Obst und Gemüse ist zumeist reich an Carotinoiden und Antioxidantien.

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Ein letztes Wort noch zum Thema Vitamin D, für dessen körpereigene Bildung UVB-Strahlen nötig sind: kein Sonnenschutzmittel hält die UV-Strahlen zu 100% von uns fern und zumindest mir passiert es häufig, dass ich im Alltag den Sonnenschutz nur im Gesicht auftrage und den Körper vergesse. Die kurzen Zeiten, die ich (Büromensch) mich im Freien aufhalte, reichen meines Erachtens für die Vitamin D Bildung aus. Ich habe allerdings kein Fachwissen. Bei Zweifeln frage bitte einen Arzt / eine Ärztin deines Vertrauens.

2 Kommentare

  1. Liebe Martina, ich bin schon sehr gespannt auf die Reviews zu den Sonnencremes (: . Deine Auswahl sieht auf jeden Fall interessant aus! Bei dem Wetter habe ich bisher auch fast ausschließlich meine Antipodes SPF15 Creme getragen, mehr brauchte ich nicht, obwohl ich ja eher blass bin x) . Danke für die Verlinkung <3 . Ganz liebe Grüße.

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  2. Upsi, das ist einer der Blogposts, die ich durch meinen Krankenhaus-Aufenthalt zunächst verpasst habe und jetzt erst finde.
    Deshalb nun mit einem Monat Verspätung: ganz lieben Dank für die Verlinkung!

    Heli

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