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Es ist Fashion Revolution Week 2017!

Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesh das Rana Plaza Fabrikgebäude ein und riss über 1130 Menschen in den Tod, etliche weitere wurden verletzt. Obwohl das Gebäude schon zuvor deutliche Risse zeigte, wurden die darin arbeitenden Textilarbeiter gewaltsam gezwungen ihrer Tätigkeit weiter nachzugehen. Was das mit uns zu tun hat? Diese Menschen stellten sogenannte Fast Fashion her – möglichst billig hergestellt, um die Gewinnmarge der Marke zu steigern, möglichst kurzlebig gestaltet, um mit dem nächsten Trend durch neue Kleidung ersetzt zu werden. Eben schnell konsumierbar, so wie wir es von H&M, Zara, Primark, usw. – aber auch von konventionellen teuren Marken – gewohnt sind.

Um an die Missstände in der Textilwirtschaft und die Verantwortung der Textil-Marken zu erinnern, aber auch unsere eigene Verantwortung als Konsumenten, ist die Fashion Revolution Bewegung entstanden. Alljährlich nimmt die Fashion Revolution Initiative den Jahrestag des Rana Plaza Unfalls zum Anlass um die Fashion Revolution Week auszurufen. Auch dieses Jahr ist vom 24.-30.04.2017 jeder dazu aufgerufen, seine Kleidung auf links zu tragen und somit das Label zu zeigen, ein Foto davon mit dem Hashtag #whomademyclothes auf den Social Media Kanälen zu posten und damit direkt die entsprechenden Marken aufzufordern, transparent und offen zu kommunizieren, wer ihre Kleidung herstellt, somit bei Konsumenten wie Marke die Verbindung zu den Menschen und dem Wert ihrer Arbeit deutlich zu machen.

Ich habe mich kurzentschlossen entschieden, die diesjährige Fashion Revolution Week zum Anlass zu nehmen, täglich mein Outfit zu dokumentieren, zu sehen was daran fair hergestellt wurde und was (wahrscheinlich) nicht. Ich möchte bei mir selbst und anderen das Bewusstsein dafür schärfen, wie einfach es eigentlich ist, die absolut notwendige Revolution voran zu treiben. Fair Fashion bedeutet eben nicht immer teuer und unmodisch – wie das erste Beispiel zeigt. Ich trage heute mit Ausnahme der Jeans nur Fair Fashion:

Schal: hessnatur // Sweatshirt: thought clothing (formerly known as Braintree Clothing) // Jeans: Levis // Socken: thought clothing // Schuhe: Veja

Selbst meine Unterwäsche war heute von hessnatur, aber die zeige ich vielleicht ein anderes mal. Ich kaufe mir Fair Fashion hauptsächlich im Sale, daher sind wahrscheinlich die meisten Teile nicht mehr so einfach erhältlich. Linkliebe gibt es bei mir übrigens nur für die Fair Fashion Marken. ♥

Zu meiner Challenge gehört es, gerade bei den konventionellen Teilen in meiner Garderobe kritisch nachzufragen: Who made my clothes? Meine Frage an Levis habe ich heute auf Instagram (und indirekt Twitter) gestellt – ich bin gespannt, ob eine Antwort kommt und werde am Ende der Woche darüber berichten.

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