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Fashion Revolution Week OOTD #4

Ein Paradox in der Welt der Naturliebhaber ist die konventionelle Outdoorbekleidung: mit allerlei innovativen Fasern, Beschichtungen und Chemikalien (z.B. PFC, das für Mensch und Natur toxisch wirkt und so gut wie nicht abbaubar ist) soll uns die Funktionskleidung das Naturerlebnis bei jeder Witterung ermöglichen. Dabei sind sich viele Outdoorfans nicht bewusst, wie umweltschädlich oft der Herstellungsprozess, die  Reinigung und letzten Endes die Entsorgung dieser Teile ist, ganz zu schweigen von den unfairen Arbeitsbedingungen der Menschen, die diese Kleidung hergestellt haben!

Ich bin froh, dass ich bei hessnatur in den letzten Jahren gute Outdoorkleidung gefunden habe, bei der ich mir sicher sein kann, dass sie unter fairen und umweltschonenden Bedingungen entstanden ist. Ich trage diese Teile aber auch gern, weil ich sie schön finde und mich darin pudelwohl fühle. Da es heute immernoch recht kühl war, habe ich mich in Zwiebelschichten gekleidet: über einem Streifenshirt von People Tree trage ich eine wärmende Fleece-Jacke. Der Clou ist, dass der Fleece-Stoff nicht aus (wie sonst häufig üblich) Polyester besteht, sondern aus 100% Baumwolle. Seit ich erfahren habe, dass beim Waschen von Polyester-Kleidung der feine Abrieb als Mikroplastik im Abwasser (und somit letzten Endes in der Natur) landet, achte ich besonders stark auf natürliche Materialien.

Die aufgeraute Oberfläche befindet sich außen, die glatte Seite innen. Das sieht auf den ersten Blick falsch aus, ändert aber nichts am kuschelweichen Tragegefühl. Bei hessnatur gab es noch eine Windjacke, die zum darüber tragen gedacht war, weshalb die Fleecejacke an den Ärmeln eigenartige Schlaufen (innen) und Daumenlöcher hat. Das stört mich aber nicht, auch wenn ich die passende Jacke nicht besitze. Ich krempel die sehr langen Ärmel (super an kalten Tagen!) ohnehin meistens etwas hoch.

Über der Fleecejacke trage ich dann noch gerne die Raincare Jacke von hessnatur, die mit einer PFC-freien Beschichtung Regenwasser abperlen lässt. Sturzbäche soll sie wohl nicht abhalten können, aber auf Regenspaziergängen hat meine Raincare Jacke sich schon erfolgreich bewiesen. Zudem ist sie mit ihrer besonders fein gewebten Bio-Baumwolle auch noch windfest. Auch wenn der Stoff sich so nach Regenjacke anfühlt, habe ich auch auf Wanderungen nicht das Gefühl, darin zu schwitzen, wie bei Plastik-Regenjacken. Der Baumwollstoff und die Beschichtung sind noch atmungsaktiv genug, zudem halten Ösen im Achselbereich größere Luftlöcher frei.

Ein bisschen kam ich mir heute vor wie eine hessnatur-Missionarin, da ich natürlich auch noch meine bequemen hessnatur Sneaker an hatte. Ich möchte aber betonen, dass ich mir alle Klamotten, die ich hier vorstelle, selbst gekauft habe. Dazu zählt auch die Levis Jeans – ich muss gestehen, als 90er-Jahre-Mädchen fällt es mir schwer, dieser Marke zu widerstehen. Aber da sie leider nicht gerade für ihre ethischen Werte bekannt ist, werde ich versuchen, mein Geld nicht weiter in sie zu investieren.

Ich stelle heute dankbar meine Frage „Who made my clothes?“ an People Tree (Instragram) und an hessnatur (Twitter).

#insideout – auf links gedreht sieht man auch die kleinen durchdachten Details der hessnatur Raincare Outdoor-Jacke noch viel besser

 

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