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Not that kind of Frauenliteratur

Ich habe mich in Buchläden schon immer gefragt, was „Frauenliteratur“ bitteschön sein soll, zumal es weit und breit kein Regal mit der Überschrift „Männerliteratur“ zu finden gibt. Ist demnach Männerliteratur die Norm und die weibliche Perspektive irgendwie … abnorm? Wenn ich mir die rosa-blumigen Stapel an Romanzen und seichter Unterhaltung unter diesem Label ansehe, fühle ich mich als Frau hier tatsächlich nicht repräsentiert oder angesprochen.

Ohne besondere Absicht haben sich in letzter Zeit jedoch mehrere Bücher auf meinen Lesestapel geschlichen, die sich mit einem mehr oder weniger feministischen Ansatz um das Leben als Frau drehen. Wenn es so etwas wie „Frauenliteratur“ gibt, dann das! Für all jene, die sich für ganz ungeschminkte, ehrliche und schonungslos weibliche Lebenserfahrungen interessieren, folgen nun meine fünf Lesetipps der Kategorie „Not that kind of Frauenliteratur“!

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Drei Öko-Romane: Das Meer, Das Eis und Die Bienen

Die einen streiten noch, ob der Klimawandel wirklich kommt oder alles nur Propaganda und Schwarzseherei ist, um der globalisierten Konsumgesellschaft den Spaß zu verderben, die anderen stecken schon mittendrin. Schockierende Bilder von verhungernden Eisbären, fast leer gefischte Meere und Blütenbestäubung von Hand – das ist Realität. Die Auswirkungen der Ausbeutung unserer Erde werden auch immer mehr von Romanautoren aufgegriffen. In letzter Zeit habe ich drei „Öko-Romane“ gelesen und gehört, die ich hier gerne vorstellen möchte.

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Mein Bücherherbst und der LovelyBooks Leserpreis

Diesem Kaltnassdunkelwetter begegnet man am besten mit einer warmen Kuscheldecke auf dem Sofa und einem ordentlichen Bücherstapel neben dran! Dabei hat sich mein diesjähriger Herbst-Bücherstapel fast von selbst aufgetürmt – durch Gewinne, Geschenke und ein bisschen auch durch zufällige Schnäppchenfunde. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch auf den LovelyBooks Leserpreis 2017 aufmerksam machen, bei dem man im November für seine diesjährigen Lieblingsbücher stimmen kann – immer eine gute Inspiration für den nächsten Bücherstapel!

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Tina Uebel „Uebel unterwegs“

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„Eine lange rote Linie, einmal quer durch die wohlvertrauten Umrisse Eurasiens. Man kann die einfach mal so einzeichnen. Und man kann sie einfach mal so entlangfahren.“

Tina Uebel berichtet in „Uebel unterwegs“ von ihrer Reise über den Landweg von Hamburg nach Shanghai im Sommer 2010. Zwei Monate allein durch den Balkan, Türkei, Iran, die „-stans“ Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan und zu guter Letzt einmal quer durch China, bis es nicht mehr weitergeht.

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Peter Theisen „Liebe in Zeiten der Cola“

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Peter Theisen fragt sich, was die Liebe in verschiedenen Kulturen eigentlich ausmacht, und stolpert auf der Suche nach den Antworten einmal rund um die Welt, von einem Fettnäpfchen ins nächste. „Liebe in Zeiten der Cola“ – das ist Online Dating und Couch Surfing, das bedeutet in manchen Gegenden aber nach wie vor auch noch Brautraub und arrangierte Ehe.

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Isabel Allende „Der japanische Liebhaber“

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Seit Isabel Allendes erstem Roman „Das Geisterhaus“ warte ich auf einen würdigen Nachfolger, der ähnlich packend, authentisch und mit einer Prise Mystik, Leidenschaft und Drama gewürzt, dennoch nicht platt daher kommt, sondern tief bewegen kann. Es gab in der Zwischenzeit bittere Enttäuschungen (z.B. die absolut unwürdigen und trivialen Prequels zum Geisterhaus) und Perlen („Paula“ – je autobiographischer, desto besser schreibt die Autorin). Mit der Lektüre ihres neuesten Buches „Der japanische Liebhaber“ hat meine Warterei zwar kein glückliches Ende gefunden, aber ganz so schlecht ist es dann doch nicht.

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William Shaw „Kings of London“

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Die grausig zugerichtete und verkohlte Leiche eines Playboys führt Detective Sergeant Breen auf eine Spur durch die Kunstgalerien und Hippiekommunen im London der 60er Jahre … Damit beschert uns dieser englische Krimi von William Shaw ein paar feine Lesestunden ganz ohne die üblichen Scotland-Yard-, Sherlock-Holmes- oder Mrs.-Marple-Klischees.

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Latinoamericana

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Wie junge Welpen, neugierig und unternehmungslustig, mit einer bewundernswerten Leichtsinnigkeit, stürzen sich die beiden Freunde Ernesto Guevara und Alberto Granado in ein Abenteuer: mit einem klapprigen Motorrad, das sie mehrmals täglich bockend abwirft, begeben sie sich auf einen Road Trip von Buenos Aires quer durch den südamerikanischen Kontinent an die Westküste, Richtung Norden durch Chile, Perú und Kolumbien bis nach Venezuela. Von Dezember 1951 bis Juli 1952 sind sie unterwegs und lassen im Freiheitsrausch ihr gutbürgerliches Leben mit Studium, Familie und Freundin zurück.

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