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Flow Magazin #2

Ich bin ein Spätzünder. Ich sah die Werbung für das neue Flow Magazin #1 so spät, dass es schon überall ausverkauft war, was es natürlich nur noch begehrenswerter machte. Entsprechend glücklich fühlte ich mich, als ich dann Ausgabe #2 in den Händen hielt. Und damit hatte das Magazin schon sein Ziel erreicht, bevor ich es überhaupt aufschlug: der Leserin ein gutes Gefühl zu geben. Dabei waren meine Erwartungen angesichts der ersten Leseproben eher mäßig: zu viel und zu kleiner Text, das lese ich eh nicht alles und dann ärgere ich mich wegen dem hohen Preis, die Gestaltung ist zu niedlich, zu bunt, zu sehr Dawandetsy-artiger Kitsch … aber die schönen bunten Illustrationen! ♥

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Der Affe in uns

Der Mensch betrachtet sich selbst gern als die Krönung der Schöpfung, oder eher gesagt, die finale Version einer langen Entwicklung unvollkommener Prototypen. In Wirklichkeit sind wir jedoch Teil der Gattung „Menschenaffe“, zu der auch Orang-Utans, Gorillas, Bonobos und Schimpansen gehören. Mit den letzten beiden Gruppen sind wir besonders eng verwandt. Bonobos und Schimpansen sind das besondere Forschungsgebiet des Primatologen Frans de Waal. In seinem Buch „Der Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind“ stellt er jedoch den Menschen in den Mittelpunkt seiner Forschung, vergleicht die Verhaltensweisen von Bonobos, Schimpansen und Menschen und zieht daraus Schlüsse über unsere Verhaltensmuster, Intentionen und Emotionen.

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Das böse Mädchen

Bisher konnte mich trotz mehrerer Versuche kein Buch des Literatur-Nobelpreisträgers Mario Vargas Llosa so lange fesseln, dass ich über die ersten paar Kapitel hinaus gekommen bin. Daher war ich überrascht, dass ich sein Buch „Das böse Mädchen“ geradezu verschlingen musste und es jetzt sogar zu den besten Liebesgeschichten überhaupt zähle. Es ist eine unkonventionelle Liebesgeschichte, die sich trotz aller Tragik seltsam leicht anfühlt und sprachlich schön erzählt wird.

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„Wir geben lieber der Natur die Schuld für das, was wir an uns nicht mögen, als ihr für das zu danken, was uns an uns sympathisch ist.“
Frans de Waal

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Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Haruki Murakamis neuestes Buch „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ zählt für mich zu seinen besten. Es geht um den 36-jährigen Tsukuru Tazaki, der ein ruhiges, einsames Leben in Tokyo führt. Von seiner neuen Liebschaft Sara dazu angehalten, erinnert er sich an das traumatische Erlebnis vor 16 Jahren, als er aus seiner Clique von Freunden verstoßen wurde, ohne jemals den Grund dafür zu erfahren. Zu Schulzeiten waren sie ein harmonisches Fünfer-Gespann, bestehend aus zwei Mädchen und drei Jungen, die unzertrennlich alles zusammen unternahmen. Dass sie von einem Tag auf den anderen nichts mehr von ihm wissen wollten, stürzte ihn für ein halbes Jahr in Todessehnsucht und in ein einsames Leben ohne Leidenschaften und tiefgehende Beziehungen. Erst Sara drängt ihn dazu, dieser alten Geschichte auf den Grund zu gehen, um endlich damit abzuschließen.

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Der Drachenbeinthron (Hörbuch)

Die Osten-Ard-Saga von Tad Williams gehört zu meinen liebsten Fantasy-Büchern, in denen man so richtig schön abtauchen und sich verlieren kann. Ich habe „Das Geheimnis der großen Schwerter“ vor vielen Jahren geradezu verschlungen und wollte die Bücher schon lange wieder lesen, nur habe ich ein kleines Problem: (keine) Zeit. Die braucht man nämlich für die 3616 Seiten der vier Bände. Ich besitze noch die alte Taschenbuchausgabe aus dem Fischer Verlag – eng bedruckt auf dünnen Seiten. Schwierig, wenn man nach der Arbeit die müden Augen keine zehn Seiten lang aufhalten kann …

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eReader im Vergleich: Kindle 4 vs. Tolino Shine

eReader gehörten für mich lange zu den überflüssigen Dingen der Konsumwelt, so wie einstmals Handy, Wasserkocher (kaum zu glauben!) und zuletzt Smartphone – tja, bis ich dann doch mal in den Besitz derselben geriet und die damit verbundenen Annehmlichkeiten seitdem nicht mehr missen möchte. So geschehen vor zwei Jahren mit dem Kindle eReader von Amazon, den mir der Weihnachtsmann vorbei brachte. Nächtliche Lesemarathons 1000-seitiger Schinken ohne lahmes Handgelenk und komfortables Schmökern an sonnigen Stränden sowie die Gewissheit, jederzeit eine riesige Auswahl unterschiedlichster Literatur für jede Stimmlage in der Handtasche parat zu haben, überzeugten mich schnell von den Vorteilen des eReaders.

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Das Wesen der Dinge und der Liebe

Elizabeth Gilbert erzählt auf knapp 700 Seiten das Leben der außergewöhnlichen Alma Whittaker, die im 19. Jahrhundert das privilegierte Leben eines Einzelkindes genießt, dessen Neigungen und Talente – Wissbegier und Forscherdrang – stets gefördert werden und die so, ganz untypisch für Frauen ihrer Zeit, zu einer anerkannten (wenn auch unauffälligen) Naturforscherin auf dem Gebiet der Bryologie (Wissenschaft der Moose) werden kann.

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