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Lavera Selbstbräunungslotion im Vorher/Nachher-Test

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Auch wenn ich für mein Gesicht eher vornehme Blässe bevorzuge – eine helle Bluse wirkt im Kontrast zu brauner Haut doch irgendwie besser. Für stundenlanges in der Sonne braten fehlt mir die Muße (und ich finde es auch schlichtweg zu ungesund), also probiere ich mein Glück mit der Lavera Selbstbräunungslotion für den Körper.

Lavera verspricht ein natürliches Bräunungsergebnis und ein gepflegtes Hautgefühl. Als feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe werden Bio-Macadamiaöl und Bio-Sonnenblumenöl gepriesen. Zudem soll durch eine leichte Verteilbarkeit der Lotion eine gleichmäßige Bräune möglich sein.

Die Lotion ist tatsächlich gut auf der Haut zu verteilen und duftet dabei dezent süßlich. Auch wenn ich auf die zugesetzten ätherischen Öle gerne verzichten könnte, vertrage ich die Lotion sehr gut, ohne Hautirritationen. Ich verteile die Creme mit kreisenden Bewegungen und arbeite sie gründlich in die Haut ein. Was mich sonst an Körperlotionen nervt, finde ich in diesem Fall hilfreich: durch die weiße Farbe weiß ich genau, wo ich schon überall war und wo ich noch nachcremen muss. Mit dem Verreiben zieht sie aber auch schnell ein und hinterlässt ein gut gepflegtes Gefühl ohne zu kleben. Jetzt heißt es abwarten.

Einige Stunden später setzt langsam der zunehmend penetranter werdende, typische Selbstbräuner-Geruch ein. Das lässt sich wohl nicht vermeiden. Fünf Stunden soll man mindestens durchhalten, dann ist der Bräunungsprozess abgeschlossen. Ich empfehle, die Creme nicht morgens zu verwenden, wenn man bei der Arbeit oder im Alltag nicht danach stinken möchte. Die Bräunung ist dann aber auch deutlich zu sehen und wirkt für meine Verhältnisse tatsächlich sehr natürlich. Ich  denke, der Bräunungston hängt sehr stark vom eigenen Hauttyp ab. Ich werde durch Sonneneinstrahlung für gewöhnlich immer gelblich-braun (leider ist mir der olivbraune Hautton nicht vergönnt) und genau diese Bräune erziele ich auch mit der Lavera Selbstbräunungslotion. Der Tonwert ist nicht zu dunkel, sondern einfach ein dezenter Hauch von Farbe. An Knien und Fußgelenken ist der Ton intensiver, das nächste mal werde ich hier besser aufpassen, allerdings wirkt es trotzdem nicht fleckig. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Da Selbstbräuner nur in der obersten Hautschicht wirkt, verschwindet die Bräune nach wenigen Tagen von selbst. Lavera empfiehlt daher eine Anwendung ein bis zwei mal die Woche.

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Vorher …

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… und Nachher (ein Tag später).

Selbstbräuner ist zwar immernoch gesünder als sich intensiver UV-Strahlung auszusetzen, dennoch sind auch Selbstbräuner etwas in Verruf geraten. Egal ob konventionelle oder Natur-Kosmetik, die für den Bräunungsprozess nötigen Inhaltsstoffe sind meistens die selben. Auch die Lavera Selbstbräungslotion für den Körper enthält hierfür DHA (Dihydroxyacetone) und Erythrulose, beides Zuckermoleküle mit unterschiedlichen Eigenschaften. Während DHA zumeist aus Glycerin gewonnen wird und für eine schnelle Bräunungswirkung sorgt, ist Erythrulose ein aus Pflanzen extrahierter Stoff und bräunt eher langsam, dafür aber natürlicher. Letzteres kommt allerdings meistens in geringerer Dosis zur Anwendung, da es teuerer ist und die Hersteller den Anwendern schnelle Effekte bieten möchten.

Wässrig-alkoholischer Calendulablütenauszug (Bio-Alkohol)*, Sojaöl*, Selbstbräunungs-Wirkstoff (DHA), pflanzliches Glycerin, Zuckerwirkstoff (natürlicher Selbstbräuner), Fettalkohole, Makadamianussöl*, Sheabutter*, Sonnenblumenöl*, Aloe Vera Gel*, Kalium Cetylphosphat, Xanthan, Vitamin E, Sonnenblumenöl, Vitamin C, Mischung natürlicher ätherischer Öle

*Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Weil ich bei diesem Produkt genauer wissen will, welche Selbstbräunungssubstanzen enthalten sind, nochmal die genauen INCIs:

Water (Aqua), Glycine Soja (Soybean) Oil*, Alcohol*, Dihydroxyacetone, Glycerin, Erythrulose, Myristyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Fragrance (Parfum)**, Macadamia Ternifolia Seed Oil*, Butyrospermum Parkii (Shea Butter)*, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil*, Calendula Officinalis Flower Extract*, Aloe Barbadensis Leaf Juice*, Potassium Cetyl Phosphate, Xanthan Gum, Tocopheryl Acetate, Tocopherol, Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil, Ascorbyl Palmitate, Limonene**,
Linalool**, Geraniol**, Citronellol**, Citral**, Coumarin**, Eugenol**, Benzyl Benzoate**, Benzyl Alcohol**

* ingredients from certified organic agriculture
** natural essential oils

Laut Ökotest kann DHA problematisch sein, wenn nach längerer oder zu warmer Lagerung Formaldeyhd abgespalten wird, das als krebserregend verdächtigt wird. Das wird durch den üblicherweise in Lotionen enthaltenen Wasseranteil noch begünstigt. Und tatsächlich findet Ökotest immer wieder in fast allen getesteten Produkten Formaldehyd. Ich habe mir daher vorgenommen, den Selbstbräuner nur gelegentlich zu verwenden und peinlichst darauf zu achten, das Mindesthaltbarkeitsdatum einzuhalten. Zudem lagere ich die Tube im Kühlschrank.

Was mich an den Inhaltsstoffen der Lavera Selbstbräunungslotion außerdem etwas stört ist der hohe Anteil von Sojaöl, während ja eigentlich mit dem Macadamiaöl und Sonnenblumenöl geworben wird. Aber dieser Marketing-Trick ist bei Lavera und auch anderen Naturkosmetik-Marken (ganz zu schweigen von konventionellen Kosmetik-Marken) leider üblich. Immerhin vermeidet man mit Naturkosmetik-Selbstbräunern die in konventionellen Produkten enthaltenen Schadstoffe wie Silikone, Paraffine, etc. Zudem ist die Lavera Selbstbräunungslotion vegan. Eine Tube enthält 150 ml und kostet 8,99 €.

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